Retentionszisternen für ein kontrolliertes Regenwassermanagement
Versiegelte Flächen lassen Regenwasser schneller abfließen. Eine Retentionszisterne nimmt diesen Zufluss zunächst auf und gibt das Wasser anschließend über eine Ablaufdrossel kontrolliert wieder ab. Dadurch gelangt bei starken Niederschlägen weniger Wasser gleichzeitig in die Kanalisation oder eine nachgelagerte Versickerung.
Für die Auswahl zählt deshalb nicht allein das Gesamtvolumen des Tanks. Entscheidend sind vor allem das benötigte Retentionsvolumen, der zulässige Drosselabfluss, die angeschlossene Fläche und die bauliche Situation auf dem Grundstück. Diese Werte sollten vor dem Kauf mit den Planungsunterlagen und den örtlichen Vorgaben abgeglichen werden.
Regenwasser zurückhalten und gedrosselt ableiten
Während eines Regenereignisses steigt der Wasserstand in der Retentionszisterne an. Die integrierte Ablaufdrossel begrenzt die Abgabemenge, sodass das gespeicherte Wasser zeitversetzt abfließt. Auf diese Weise werden kurzfristige Abflussspitzen reduziert.
Wohin das Wasser abgeleitet wird, richtet sich nach dem jeweiligen Entwässerungskonzept. Je nach Grundstück kann die Ableitung in die Kanalisation oder in eine vorgesehene Versickerung erfolgen. Reicht das natürliche Gefälle für den Anschluss nicht aus, kann eine Hebeanlage erforderlich sein.
Regenrückhaltung mit Regenwassernutzung verbinden
Eine reine Retentionszisterne hält Regenwasser nur vorübergehend zurück. Soll das Wasser zusätzlich für die Gartenbewässerung genutzt werden, muss ein entsprechendes Nutzvolumen vorgesehen werden. Abhängig vom Projekt kann die Retentionszisterne dafür mit einer regulären Zisterne zur Regenwasserspeicherung kombiniert werden.
Für die anschließende Wasserentnahme stehen passende Pumpenlösungen zur Verfügung. Je nach benötigter Förderleistung kommen beispielsweise das Garten-Ausbaupaket GAP X80 oder das leistungsstärkere Garten-Ausbaupaket GAP X120 infrage.
Drei Kriterien für die richtige Retentionszisterne
Die passende Ausführung richtet sich nach den Anforderungen des Entwässerungskonzepts und den Bedingungen am Einbauort. Vor der Auswahl sollten diese drei Punkte geklärt werden.
Häufige Fragen zu Retentionszisternen
Antworten zur Funktionsweise, Auswahl, Regenwassernutzung und fachgerechten Planung.
Eine Retentionszisterne nimmt zufließendes Regenwasser zunächst auf. Über eine Ablaufdrossel wird nur eine begrenzte Wassermenge abgegeben. Das Wasser fließt dadurch zeitversetzt ab und die Abflussspitze bei starken Niederschlägen wird reduziert.
Eine normale Regenwasserzisterne speichert Wasser hauptsächlich für die spätere Nutzung. Eine Retentionszisterne hält das Wasser dagegen vorübergehend zurück und gibt es kontrolliert wieder ab. Soll beides kombiniert werden, muss neben dem Retentionsvolumen ein separates Nutzvolumen vorhanden sein.
Maßgeblich sind das geforderte Retentionsvolumen, der zulässige Drosselabfluss, die angeschlossene Dach- oder Hoffläche sowie die örtlichen Vorgaben. Die benötigten Werte sollten dem Entwässerungskonzept oder den Angaben der zuständigen Stelle entnommen werden.
Ja, wenn die Anlage zusätzlich zum vorgeschriebenen Retentionsvolumen über ein geeignetes Nutzvolumen verfügt. Alternativ kann die Retentionszisterne mit einer weiteren Zisterne kombiniert werden. Für die Gartenbewässerung wird außerdem eine passende Pumpen- und Entnahmetechnik benötigt.
Die gedrosselte Ableitung kann abhängig vom genehmigten Entwässerungskonzept in die Kanalisation oder eine vorgesehene Versickerungsanlage erfolgen. Der zulässige Ablaufweg und die erlaubte Abgabemenge sollten vor dem Einbau mit der zuständigen Stelle geklärt werden.
Eine Hebeanlage kann erforderlich sein, wenn das Wasser aufgrund der Höhenverhältnisse nicht im natürlichen Gefälle zum vorgesehenen Ablauf gelangen kann. Ob sie benötigt wird, hängt von der Einbautiefe, der Leitungshöhe und der örtlichen Entwässerungssituation ab.
Das ist von den Regelungen der jeweiligen Kommune abhängig. Eine Retentionszisterne führt nicht automatisch zu niedrigeren Gebühren. Ob und unter welchen Voraussetzungen eine Ermäßigung möglich ist, sollte vorab bei der zuständigen Gemeinde oder dem Entwässerungsbetrieb erfragt werden.
Filter, Zulauf, Ablaufdrossel und Leitungen sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gereinigt werden. Besonders wichtig ist, dass die Drossel frei bleibt und das Wasser ungehindert abfließen kann. Die erforderlichen Wartungsabstände richten sich nach Einbausituation, Verschmutzung und Nutzung.